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News – Filesharing

[17.07.2014]OLG Frankfurt: 200 Euro Lizenzschaden pro Musiktitel bei Filesharing

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat mit Urteil vom 15.07.2014 (Az. 11 U 115/13) entschieden, dass Urheberrechtsinhaber in Filesharing-Fällen 200 Euro Schadenersatz pro abgemahntem Musiktitel verlangen können.

[17.07.2013]Filesharing: Keine Haftung des nicht in der Wohnung wohnenden Hauptmieters für Urheberrechts­verletzungen der Untermieter

Hauptmieter als Anschlussinhaber treffen keine Aufsichts- und Überwachungspflichten

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aktuelle Urteile zu diesem Thema

[28.11.2017] Abmahnung wegen Filesharing bei Familien-Internetzugang: Hardware der Kinder muss kontrolliert werden

Im hier zu entscheidenden Fall produziert und vermarktet die Klägerin digitale Entertainmentprodukte, wie etwa Spiele oder DVD-Filme. Im Sommer 2013 wurde vom Internetanschluss des Beklagten ...

[17.11.2017] Keine erneute Urheber­rechts­verletzung aufgrund Auffindbarkeit eines geschützten Fotos im Cache von Google

Dem Fall lag folgender Sachverhalt zugrunde: Aufgrund der Nutzung eines urheberrechtlich geschützten Fotos auf Ebay gab ein Unternehmer im März 2014 eine strafbewehrte Unterlassungserklärung ...

[16.11.2017] BGH legt Europäischem Gerichtshof Fragen zum Widerrufsrecht beim Online-Matratzenkauf zur Vorabentscheidung vor

Der Kläger des zugrunde liegenden Verfahrens bestellte im Jahr 2014 über die Internetseite der Beklagten, einer Onlinehändlerin, eine "Dormiente Natural Basic" Matratze zum Preis vom 1.094,52 Euro ...

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Internetrecht, Urheberrecht

Keine erneute Urheber­rechts­verletzung aufgrund Auffindbarkeit eines geschützten Fotos im Cache von GoogleRechteinhaber kann weder auf Unterlassung noch Zahlung einer Vertragsstrafe klagen

Ist ein urheberrechtlich geschütztes Foto nach Abgabe einer strafbewehrten Unter­lassungs­erklärung noch im Cache von Google auffindbar, so liegt darin keine erneute Urheber­rechts­verletzung. Der Rechteinhaber kann daher weder auf Unterlassung noch Zahlung einer Vertragsstrafe klagen. Dies hat das Oberlandesgericht Zweibrücken entschieden.


Dem Fall lag folgender Sachverhalt zugrunde: Aufgrund der Nutzung eines urheberrechtlich geschützten Fotos auf Ebay gab ein Unternehmer im März 2014 eine strafbewehrte Unterlassungserklärung ab. Im April 2014 stellte der Rechteinhaber fest, dass das Foto weiterhin im Cache von Google auffindbar war. Er machte aufgrund dessen erneut ein Unterlassungsanspruch und ein Anspruch auf Zahlung einer Vertragsstrafe geltend. Da sich der Unternehmer weigerte die Ansprüche zu erfüllen, erhob der Rechteinhaber Klage. Das Landgericht Frankenthal wies die Klage ab. Dagegen richtete sich die Berufung des Rechteinhabers.

Kein Anspruch auf Unterlassung und Zahlung einer Vertragsstrafe

Das Oberlandesgericht Zweibrücken bestätigte die Entscheidung des Landgerichts und wies daher die Berufung des Rechteinhabers zurück. Ihm stehe weder der Anspruch auf Unterlassung noch auf Zahlung der Vertragsstrafe zu, obwohl das Foto im Cache von Google auffindbar war und sich der Unternehmer durch die strafbewehrte Unterlassungserklärung verpflichtet hatte, das Foto nicht mehr ohne Zustimmung des Rechteinhabers öffentlich zugänglich zu machen.

Keine Urheberrechtsverletzung durch Auffindbarkeit des Fotos im Cache von Google

Durch Auffindbarkeit des Fotos im Cache von Google habe der Unternehmer nach Ansicht des Oberlandesgerichts keine erneute Urheberrechtsverletzung begangen. Zwar sei der Unternehmer gehalten gewesen, zu überprüfen, ob bei Google das Foto weiterhin abrufbar war. Der durchschnittliche Internetnutzer habe jedoch nicht von vornherein Kenntnis davon, dass Informationen als Abbild des früheren Standes einer Webseite im Cache gespeichert sind und dort gezielt gesucht werden können. Ohnehin sei es dem Unternehmer in der kurzen Zeitspanne zwischen Abgabe der Unterlassungserklärung und der Feststellung der weiteren Auffindbarkeit des Fotos nicht zumutbar möglich gewesen, die Archive der gängigen Internetsuchmaschinen darauf zu überprüfen, ob das Foto dort möglicherweise noch auffindbar war. Darüber hinaus hätte er auch keine realistische Chance gehabt, während der kurzen Zeitspanne bei Google die Entfernung des Fotos auch dem Cache durchzusetzen.

Keine Überprüfungspflicht des Caches aufgrund Unterlassungserklärung

Nach Auffassung des Oberlandesgerichts habe sich eine Pflicht zur Überprüfung des Caches von Internetsuchmaschinen nicht aus der Unterlassungserklärung ergeben. Eine solche Pflicht wäre unverhältnismäßig.


Oberlandesgericht Zweibrücken, ra-online (vt/rb)


OLG Zweibrücken, Urteil vom 19.05.20164 U 45/15 -


Eine weitere Entscheidung zu diesem Thema:
  • Ungenehmigte Verwendung fremder Fotos in eBay-Auktionen ist verboten
    OLG Brandenburg, Urteil vom 03.02.2009
    [Aktenzeichen: 6 U 58/08]
Vorinstanz:
  • Keine erneute Urheber­rechts­verletzung aufgrund Auffindbarkeit eines geschützten Fotos im Cache von Google
    LG Frankenthal (Pfalz), Urteil vom 10.02.2015

veröffentlicht: 17.11.2017

entschieden am: 19.05.2016

Meldung: 25140

 

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